Zu einem unvergesslichen Erlebnis für Groß und Klein wurde am Sonntag, dem 6. September 2026, das Gastspiel des beliebten Tiroler Liedermacher-Duos Bluatschink im Zwettler Stadtsaal. Der Kulturverein KULTURZWICKL hatte geladen, und zahlreiche Familien folgten dem Ruf, um ein buntes, humorvolles und tiefgründiges Mitmachkonzert zu erleben.
Schon beim Einstieg mit dem Lied „Wir sind Zwerge Hopsasa“ sprang der Funke sofort auf das junge Publikum über. Die Lachmuskeln wurden strapaziert, als die Zwerge „Purzel“ – der so gerne purzelt – und „Furzel“ vorgestellt wurden. Letzterer verdankt seinen Namen übrigens der Tatsache, dass er leidenschaftlich gerne feiert, am liebsten natürlich den „Purzel-Tag“.
Doch woher kommt eigentlich der Name „Bluatschink“?
Toni Knittel erklärte dem Publikum das Geheimnis: Der Bluatschink ist ein Zauberwesen und Fabeltier aus dem Tiroler Lechtal. Dass Fabeltiere keineswegs gruselig sein müssen, bewies die Show, auch wenn die Kinder zwischendurch besonders viel Spaß mit einem Huhn hatten, das sich wild über die Bühne bewegte.
Dass Bluatschink-Lieder nicht nur unterhaltsam sind, sondern oft eine tiefere Botschaft in sich tragen, wurde beim Hit „Da muas da Bluatschink her, da hilft sonst gar nichts mehr“ deutlich. Das Lied entstand einst als Hymne gegen das geplante Großkraftwerkprojekt im Lechtal und steht bis heute für den Schutz der Natur.
Auch beim „Zahnputz-Alien“ blitzte der pädagogische Hintergrund des Duos auf. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger, dafür aber mit viel Musik und Humor, wurde das Thema Zahnhygiene kindgerecht verpackt.
Die Begeisterung hielt an, als bei „Steini der Neandertaler“ der gesamte Saal lauthals mitsang.
Ein absoluter Höhepunkt des ersten Teils war zudem der zeitlose Klassiker „Ritter Rüdiger“.
Passend dazu gab es eine charmante Verlosung von Bluatschink Utensilien, die an das Erraten eines Liedes geknüpft war. Der glückliche Gewinner namens Timo erlebte daraufhin seinen ganz großen Moment: Er wurde von Toni Knittel auf der Bühne – im Namen des stolzen Ritters Rüdiger – feierlich in den Ritterstand erhoben und mit einem Bluatschink Schwert belohnt.
Vor der Pause sorgte dann noch das Lied „Juhui du winzig kleiner Babydrache“ für strahlende Augen, da der kleine Drache an diesem Tag leibhaftig mit von der Partie war.
Nach einer kurzen Verschnaufpause startete der zweite Durchgang schwungvoll mit dem „Breitmaulfrosch“, gefolgt vom lehrreichen Sprachspiel-Lied „A-E-I-O-U“. Hier demonstrierten Toni und Margit Knittel auf humorvolle Weise, wie wichtig Vokale sind – denn ohne sie würde Toni nur „TN“ und Margit nur „MRGT“ heißen.
Nach dem „Huberbauer“ wirbelte die „Chaos-Fee“ über die Bühne. Als dabei die Seifenblasenmaschine kurz klemmte, bewies Kulturzwickl Tontechniker „Edi“ Dieter Edinger vollen Einsatz und brachte das Gerät im Handumdrehen wieder zum Laufen, sodass die Seifenblasen plangemäß durch den Stadtsaal fliegen konnten.
Mit dem feurigen Song „Der Drache Feuermaul“ bog das Konzert langsam auf die Zielgerade ein.
Zum krönenden Abschluss wartete auf die kleinen Fans noch eine Überraschung: Zwei Mädchen aus dem Publikum durften tatkräftig mithelfen und die heiß begehrten Autogrammkarten von Bluatschink im Saal verteilen. Ein rundum gelungener Nachmittag, der den Familien noch lange in Erinnerung bleiben wird und einmal mehr zeigte, wie wertvoll Kulturarbeit ehrenamtlicher Kulturvereine für die Region ist.
(c) Konzertbericht Kulturzwickl
(c) Fotos Kulturzwickl
