Eine „Therapiesitzung“ der besonderen Art erlebten die Zuhörer am Freitag, 17. Juli 2026, auf der Zwettler Sommerbühne am Eislaufplatz beim Konzert der „Ostpartie“, der Tribut-Band, die sich ganz der Musik von Dr. Kurt Ostbahn alias Willi Resetarits verschrieben hat und bereits zum zweiten Mal auf Einladung des „Kulturzwickl“ in Zwettl auf der Bühne stand. Und wieder gelang es ihr, für eine grandiose Stimmung im Publikum zu sorgen.
Die sechs Spitzenmusiker – Frontman Martin Freudenschuss, Klaus Bergmaier, Thomas Eichinger, Martin Hinterndorfer, Klaus Weber und Ben Kellner, der neu zur Partie stieß – brachten den speziellen Ostbahn-Stil authentisch auf die Sommerbühne und ließen damit eine große, leider viel zu früh verstorbene Künstlerpersönlichkeit wieder auferstehen.
Mit großer Spielfreude und Leidenschaft spielten sie viele Hits des legendären Kurt Ostbahn – von „Schee, schee, schee“, „Überstar“ und „A Schritt viere …“ über „57er Chevy“ und „Feuer“ bis zu „Arbeit“ und „Stadt aus Sta“ – und sorgten damit für Begeisterungsstürme bei den Zuhörern. Aber auch weniger bekannte Songs, wie „Reserviert fia zwa“ oder „Des ollas zöht nix“, durften nicht fehlen.
Sänger Martin Freudenschuss moderierte mit viel Schmäh durch den Abend, ganz im Stile Kurtis: mit Bandana, Sonnenbrille und dem Doppler „Rotwein“. Und auch er druckte, wie dereinst der Dr. Ostbahn, dem Publikum das eine oder andere G’schichterl rein.
Bei „Blattschuss“ zog sich Freudenschuss teilweise zurück und überließ seinen Musikern die Bühne, die mit langen und mitreißenden Soli brillierten.
Mit „Ois hod sei End“ verabschiedete sich die Band vom Publikum, um mit drei Zugaben – bei denen Klaus Bergmaier mit einem Headbanging mit offenen Haaren entzückte – das Zwettltal noch einmal so richtig in eine Ostbahn-Klangwolke zu hüllen.
Frenetischer Applaus des begeisterten Publikums war der verdiente Lohn für einen rundum gelungenen Konzertabend.
(c) Konzertbericht Brigitte Lassmann-Moser
(c) Fotos: Peter Koppensteiner
