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Und plötzlich wieder 16 …
Um Jahrzehnte zurückversetzt wurde das Publikum bei der Supernacht der 70er und 80er mit „Monti Beton“ am Faschingssamstag 2026 im Stadtsaal Zwettl.

Bereits zum zweiten Mal hatte der Kulturzwickl die Kult-Band, die vor allem auch durch ihre Auftritte mit Hans Krankl bekannt ist, nach Zwettl eingeladen. Nach einer Countrynacht ging es diesmal zurück in die 70er- und 80er-Jahre. „Das wird eine recht bunte Geschichte heute“, versprach Toni Matosic, einer der beiden Masterminds der Band. Und bunt wurde es tatsächlich, immerhin können die „Montis“ auf 30 (!) abendfüllende Programme zurückgreifen.

Querbeet durch zwei Jahrzehnte

In Zwettl ging es quer durch zwei Jahrzehnte und verschiedene Musikrichtungen, von David Bowie bis Hansi Lang, von Bruce Springsteen bis Pink Floyd, von Neil Diamond bis zu Nena. Die beiden Damen in der Gruppe, Alexandra Kren und Iris Camaa, brachten „Waterloo“ und „Dancing Queen“ von ABBA so originalgetreu, dass man sich 1974 beim Eurovision Songcontest wähnte – Toni: „Da kannst Du nicht sitzen bleiben!“ -, Schlagzeuger Klaus Perez Salado und Sänger und zweiter Band-Mastermind Thomas Schreiber wechselten schon mal die Positionen – und alles kongenial begleitet von Hannes Steif (Bass), Max Hagler (Keyboard) und Hasl Michalek (Gitarre).

Bei den rockigen Nummern wie „Another Brick In The Wall“ ging förmlich die Post ab, die Band kann aber auch „schmalzig“, etwa bei „The Air That I Breathe“ von den „Hollies“, oder nachdenklich wie bei Terry Jacks‘ „Seasons In The Sun“. Und auch eher Seltenes war zu hören, so der „Goldene Reiter“ von Joachim Witt (Neue Deutsche Welle). Und es wurde ausgelassen „Party gemacht“, nicht nur als Iris Camaa „Shame, Shame, Shame“ performte, machte das Publikum begeistert mit.

Toni Matosic und Thomas Schreiben führten in einer Art „Zwiegespräch“, in dem sie sich über die einzelnen Nummern unterhielten, durch das Programm und ergänzten sich dabei perfekt.

Die Stimmung im Saal war überwältigend: Das Publikum klatschte mit, sang mit – und es wurde sogar getanzt. Und die Band zeigte einmal mehr, warum sie seit Jahren ein Publikumsmagnet ist: pure Energie, Spielfreude und Stimmung, die von der Bühne direkt ins Herz geht.

Nach fast drei Stunden mitreißender Musik und drei Zugaben – als letztes Highlight hatte man sich „Purple Rain“ von Prince aufgehoben – war dann endgültig Schluss. Aber: „Wir kommen wieder“, versprachen die Montis, die von Dieter Edinger und Andreas Pribitzer ton- und lichttechnisch wieder bestens betreut waren.

Valentinsgruß für jede Dame

Da an diesem Tag nicht nur Faschingsamstag, sondern auch Valentinstag war, hatte sich der Verein Kulturzwickl eine besondere Überraschung einfallen lassen: Jeder Dame wurde – mit großzügiger Unterstützung des Raiffeisen-Lagerhauses Zwettl – zum Abschluss eine Tulpe überreicht.

„Solche Abende zeigen uns, wie viel Kraft Musik hat – sie verbindet, begeistert und lässt uns für ein paar Stunden einfach nur leben“, meint Kulturzwickl-Obmann Gerhard Uitz, der mit seinem Team wieder einen fulminanten Abend auf die Beine gestellt hatte.

Danke Marian für den Ton, Dieter Edinger Stage Support Eventtechnik für den Ton- und Technik Support, Andreas Pribitzer für das kunstvolle Licht und Peter Koppensteiner für die einzigartigen, unverwechselbaren Fotos!


(c) Konzertbericht: Brigitte Lassmann-Moser
(c) Fotos: Peter Koppensteiner